Donnerstag, 1. März 2012

Verschiede Möglichkeiten LSD einzunehmen

Abbildung 1: Formen von LSD
LSD kann in vielen verschiedenen Arten eingenommen werden. Am häufigsten wird es auf Papierstücke aufgebracht; die sogenannten Tickets, Pappen oder Trips werden gelutscht oder geschluckt. Wird z.B. 100 Mikrogramm LSD auf ein ein Zuckerwürfel, Gelantine, Löschpapier geträufelt und eingenommen, beginnt der Rauschzustand nach etwa 45 Minuten und hält acht bis zwölf Stunden an. Das LSD mithilfe von Abziehklebebildern über die Haut aufgenommen werden kann, ist ein Mythos.

















Quellen:



Abbildungen:

Abbildung 1: Formen von LSD; http://www.bads.de/Drogen/lsd.htm(01.03.2012)

"Biologische" Ansätze zur Wirkung von LSD und "Bad-Trips"

Gewisse Rezeptoren im Gehirn docken an die Wunderdroge LSD an, welche auch auf die Botenstoffe Serotonin und Dopamin* 
*Dopamin ist ein zur Gruppe der Katecholamine gehöriger NeurotransmitterIm Volksmund gilt es als Glückshormon. Es steuert so emotionale sowie geistige Reaktionen.¹
Abb. 1: Realitätsverlust durch LSD
Die obengennante Reizflut kann bei Einnahme von LSD in negativer Stimmung den Konsumenten in ein grosses Übel stürzen. Diese "Bad Trips" versetzen den Betroffenen in Panik und paranoide Vorstellungen. Deswegen der LSD-Rausch von Psychiatern auch als "Modellpsychose" bezeichnet. Jedoch sind solche"Dramatische Entgleisungen" kaum noch anzutreffen. Bei der Berichterstattung  über fatale Nebenwirkungen der Trips, welche kaum von medizinischen Befunden gestützt waren, hatte meistens eher die Drogenpolitik der 60er- und 70er-Jahre schuld. 


Es konnte bei sogenannte Realitätsverlusten sogar dazu führen,  dass sich im Rauschzustand befindende Menschen glaubten fliegen zu können und sich deswegen aus dem Fenster stürzten. Jedoch sollte man nicht vergessen zu erwähnen, dass der einzige dokumentierte Todesfall durch LSD möglicherweise ein getarnter Mord war.


Im Gegensatz dazu ist aber ist das Auftreten jener Erscheinung, dass einige LSD-Konsumenten in eine dauerhafte Psychose glitten, keinem Lügenmärchen entsprungen. 1971 publizierte der britische Mediziner Nicolas Malleson eine Studie, wonach drei von 1000 Nutzern für längere Zeit oder dauerhaft psychotisch werden. Das liegt vermutlich daran, dass jene  Patienten eine erbliche Veranlagung für eine Psychose haben.¹




Quellen:


¹http://de.wikipedia.org/wiki/Dopamin(1.3.12)
²http://www.welt.de/kultur/article1896458/Medizinische_Wiederkehr_einer_Modedroge.html (1.3.12)
    
Abbildungen: 


Abb. 1: http://www.frankolsonproject.org/Articles/PsychologyToday.html(1.3.12)



Albert Hofman; damals und heute

Abb 1: Albert Hofmann mit dem LSD-Molekül, ca. 1950 
  Abb. 2: Albert Hofmann ca. 50 Jahre später

           







   

Mittwoch, 29. Februar 2012

Albert Hofmanns Laborprotokoll

Hier ein paar Auszüge aus Alberts Hoffmans persönlichem Laborprotokoll

Buchtipp: Albert Hofmanns "LSD - mein Sorgenkind"; die Entdeckung einer Wunderdroge 

Albert Hofmann und seine Kollegen hatten aus den Wirkstoffen des Mutterkorns das bis heute in allen Kreißsälen verwendete Standardpräparat "Methergin" gewonnen. Sieben Jahre später, fasste Hofmann in einer "merkwürdigen Vorahnung" den Entschluss, eine dieser Verbindungen, das Lsyergsäure-Diäthylamid, noch einmal herzustellen. Während der Arbeit spürte er mit einem Mal ein merkwürdiges Unwohlsein und notierte in einem Protokoll:¹


16:20 Uhr:
Einnahme der Substanz17:00 Uhr:Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz. Mit dem Velo nach Hause. Von 18 – ca. 20 Uhr schwerste Krise: Die letzten Worte konnte ich nur mit grosser Mühe niederschreiben. Die Veränderungen und Empfindungen waren von der gleichen Art wie gestern, nur viel tief greifender. Ich konnte nur noch mit grösster Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch informiert war, mich nach Hause zu begleiten.Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren. Zu Hause angelangt wurden Schwindel und Ohnmachtsgefühl zuweilen so stark, dass ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte und mich auf ein Sofa hinlegen musste. Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. Die vertrauten Gegenstände nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarin war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze.²

Heute sagt Albert Hofmann, dass er das LSD nicht entdeckt hat, sondern dass es zu ihm gekommen sei:

Das Lysergsäure-Diäthylamid hatte ich ja nur umkristallisiert und nichts davon eingenommen und du arbeitest doch absolut sauber, dachte ich mir. Wenn es das gewesen sein sollte, müsste es ja geradezu saumäßig wirksam sein. Als ich am Montag wieder im Labor war, nahm ich dann die kleinste Menge davon ein, die man sich überhaupt denken kann - und das war, wie sich später herausstellte, noch fünfmal zu viel und brachte mich dann auf einen Horrortrip. ¹

Quellen: 


¹http://www.heise.de/tp/artikel/21/21746/1.html (29.2.12)
²http://www.schaffhausen.net/2008/04/albert-hofmann-vater-des-lsd-gestorben.html(29.2.12)   

Interview mit Albert Hofmann

Hier sind ein paar Auszüge aus dem Interview mit Albert Hofmann anlässlich seines 100. Geburtstags (2006)

Link zum ganzen Interview (sehr interessant!):

Und ein paar Millionstel Gramm LSD verändern die Wahrnehmung dramatisch - es ist nicht nur einfach das bekannte Bild, ein bisschen verzerrter oder bunter, es ist ein völlig anderes Programm...
Albert Hofmann: Und das deshalb, weil LSD unsere Sinne verändert, man sieht besser, man hört besser, alles wird intensiviert. Insofern hatte auch Timothy Leary recht, wenn er behauptet, es sei auch das größte Aphrodisiakum. Der Mechanismus des LSD ist ganz einfach: Die Tore der Wahrnehmung werden geöffnet und wir sehen plötzlich mehr - von der Wahrheit...
Und das ist manchmal sehr verwirrend...
Albert Hofmann: Ja, man erschrickt. Man hat ein völlig anderes Bild und das kann einen furchtbar erschrecken. Deshalb sagen die Indianer ja: bevor ich den heiligen Pilz nehme, muss ich fasten, muss ich beten, muss ich rein sein - dann bringt mich der Pilz dem Göttlichen näher. Und wenn ich das nicht mache, tötet er mich oder macht mich wahnsinnig. Das haben die Indianer, lange bevor LSD und Psylocibin entdeckt wurden, gesagt - und die amerikanische Jugendbewegung, die es ja gut meinte, hat sich daran nicht gehalten, sie haben es zu oberflächlich genommen, sie haben sich nicht vorbereitet...

Wie steht Albert Hofmann zu dieser Art von LSD-Verwendung als Sterbebegleitung ?

Albert Hofmann: LSD wurde schon vor Jahrzehnten in dieser Richtung verwendet, bei sterbenden Krebskranken, wo selbst Morphine nicht mehr gegen die Schmerzen wirkten... Ich bin überzeugt, dass das künftig auch ein Thema werden wird, dass man mit LSD diesen Übergang erleichtern kann. ...
In den ersten zehn Jahren nach seiner Entdeckung galt LSD, unter dem Arzneinamen "Delysid", als wahres Wundermittel in der Psychotherapie. Dann kam das Verbot, die Dämonisierung als Teufelsdroge - und jetzt scheint das Pendel wieder zurückzugehen, zu größerer Akzeptanz. Selbst an der Harvard- Universität finden wieder LSD-Studien statt.

Albert Hofmann: Ja, das habe ich verfolgt. Es ist sicher ein Wandel. Vor allem weil man entdeckt hat, dass diese Pflanzen, in denen man schon vor 3.000 Jahren Stoffe wie LSD oder Psilocybin gekannt und benutzt hat, mit den Substanzen in unserem Gehirn, wie Serotonin*, sehr eng verwandt sind. ...¹

* Serotonin ist eine Komponente des Serums, die den Tonus (Spannung) der Blutgefäße reguliert. Es wirkt außerdem auf die Magen-Darm-Tätigkeit und die Signalübertragung im Zentralnervensystem.²


Quellen: 


¹ http://www.heise.de/tp/artikel/21/21746/1.html(29.2.12)
² http://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin(29.2.12)
   

LSD in den 60er Jahren





Besonders in der tiefenpsychologischen Forschung erregte LSD grosse Aufmerksamkeit. Patienten wurden mit LSD behandelt, und tatsächlich zeigten sich besonders in den schwereren Krankheitsfällen grosse therapeutische Fortschritte im vergleich mit den gebräuchlichen Methoden.¹

Flyer eines Acid-Test (1966)
Für die Forschung fanden immer wieder LSD-Experimente statt. Der Schriftsteller und Aktions-künstler Ken Kesey meldete sich freiwillig für ein solches Experiment. Er war der Ansicht, dass LSD durch Bewusstseinsveränderung die Persönlichkeit von Menschen und damit die Gesellschaft positiv verändern könne. Aufgrund seiner Überzeugung, gründete er eine Hippie-Gruppe, die Merry Pranksters, welche mit einem bunt bemalten Schulbus, dem FURTHER durch die USA fuhren und sogenannte Acid-Tests veranstalteten. An diesen Acid-Test wurde LSD an das Publikum verteilt und zahlreiche Bands traten auf. Die Merry Panksters gelten deshalb als Vorreiter der San Francisco Hippies.¹


Hippies idealisierten die gewaltfreie Anarchie, setzten sich für die Umwelt ein und lehnten den westlichen Materialismus ab. Sie bildeten eine politisch, direkte, anti-kriegerische und künstlerische Gegenkultur in Nordamerika und Europa. Die spirituellen Erfahrungen durch LSD-Trips beeinflusste die Hippie-Bewegung in den 60er Jahren erheblich. Ausserdem gingen sie in die Kultur, Musik, Philosophie und Politik ein.²

1966 wurde LSD in der USA, später auch in Europa verboten. Die nachgefragte Menge von LSD im Drogenhandel ist wegen des geringen Abhängigkeitspotentials vergleichsweise mit härteren Drogen wie Heroin oder Kokain sehr gering, da wenig Konsumenten bereit sind hohe Preise zu Bezahlen. Ausserdem ist die Toleranzbildung von LSD sehr stark. In den 1980er Jahren, war es sogar eine beliebte Partydroge.³




Quellen:


¹ http://webinfo24.org/LSD.htm (29.02.2012)
² http://www.protest-anpassung-1968.de/hippies.htm (29.02.2012)
³ http://de.wikipedia.org/wiki/LSD (29.02.2012)


Montag, 6. Februar 2012

Herstellung und Lagerung

Es ist äußerst kompliziert LSD herzustellen. Verschiedene Synthesemethoden werden verwendet, deren Ausgangsstoff entweder Lysergsäure, Mutterkornalkaloide oder Lysergsäuremonohydrat ist.¹

Die Reaktionsschritte der Syntheseverfahren benötigen alle entsprechende Möglichkeiten zur Kühlung/Erhitzung und Erzeugung eines Vakuums. Dabei sollten die Lichtverhältnisse einer photographischen Dunkelkammer entsprechen. Die Synthetisierung mit den verschiedenen Verfahren dauert ungefähr ein bis zwei Tage. Außerdem sind teilweise gefährliche Chemikalien und komplizierte Aufbauten vonnöten.¹

Da Aufgrund des schnellen Zerfalls unter Licht-, Wärme- und Sauerstoffeinwirkung die Konzentration von LSD sehr schnell abnimmt und giftige Reaktionsprodukte entstehen, ist die Lagerung sehr schwierig. LSD muss in dunklen Gläsern absolut luftdicht verschlossen und im Gefrierfach aufbewahrt werden.¹


Quellen: 


¹http://webinfo24.org/LSD.htm(6.2.12)