Dienstag, 13. März 2012

Fragen

Unsere 4 Fragen:

1. 
a) Welche für die organische typische Gruppe von Atomen erkennst du im LSD-Molekül?  (z.B. Benzolring)

Tipp: Beachte die Struktur von LSD in unserem Post „Basisinformationen zu LSD“ und den     Anhang „Der Begriff Mesomerie“. Den Benzolring haben wir in L59 behandelt.

b) Beschreibe den Stoff LSD


2. 
a) Wie und von wem wurde die Wirkung von LSD entdeckt? Warum wird dieser Tag "Bycicle        Day" genannt? 


b) Welchen Zusammenhang von LSD und dem Fach Geschichte kennst du?


3. Thema: Botanik und Züchtung des Mutterkornpilzes

a) Von welchem Organismus wird LSD gebildet?
b) Wo wächst dieser Organismus?
c) Wie wird heutzutage dieser Organismus gezüchtet und was ist der Vorteil dieser Zuchtmethode?


4. Aktuell wird wieder darüber diskutiert, ob man LSD mehr in der Forschung und Medizin einsetzten soll. Nenne je zwei Argumente, welche:


a) die Vorteile der oben genannte Aussage hervorbringen 
b) die Nachteile der oben genannte Aussage hervorbringen

Anhang:


Der Begriff Mesomerie

Mesomerie beschreibt das Phänomen , dass die Bindungsverhältnisse in einem Molekül (auch bei mehratomigen Ionen) nicht durch eine einzige Strukturformel dargestellt werden können, sondern nur durch mehrere Grenzformeln. Eine Grenzstruktur ist eine falsche Valenzstrichformel; sie gibt die Elektronenverteilung unrichtig wieder. Für jede Grenzstruktur gilt die Oktett-Regel, oder auch Acht-Elektronen-Regel gennant. Sie beschreibt das Bestreben der Atome die Elektronenkonfiguration eines Edelgases anzunehmen.¹


Abb. 1: Grenzstruktur von CO32−
Quellen:

¹ Buch: Arni, Arnold (2008). Grundkurs Chemie 1. 4. überarbeitete Auflage, 2. Nachdruck. Weinheim; WILEY-VCH (14.03. 1012) 
Abb. 1Grenzstruktur von CO32−;  http://www-lehre.inf.uos.de/~okrone/DIP/node15.html(14.03. 1012) 

LSD als Medikament?

Wird LSD in Zukunft auch als Medikament eingesetzt werden können? Hier sind nun einige Studien aufgelistet, welche diese Hypothese befürworten:

Obwohl das Beweisen des Potenzials von LSD und des in Pilzen enthaltenen Psilocybin zur Behandlung von nicht heilbaren Krebserkrankungen durch Studien in Amerika und der Schweiz viele Probleme und Anfangsschwierigkeiten bereitet, wurde festgestellt, dass diese Substanzen dem Patienten helfen  nicht so anfällig auf Angstgefühle und Depressionen zu reagieren.
Auch das Imperial College London arbeitet an der ersten Studie über psychodelische Drogen. Unter anderem wird untersucht, inwieweit Psilocybin helfen kann, Erinnerungen wieder zu aktivieren. Diese Aktivierung könnte bei einer Psychotherapie nach einem Trauma von großer Bedeutung sein.

Siehe dazu den Link ->
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/LSD-ist-als-Medikament-nicht-gefaehrlich/story/13909832;               
Ein Interview mit Dr. Peter Gasser über das Verabreichen von LSD als eine mögliche Therapiegrundlage in der Psychotherapie. 

Des weiteren hat das Johns Hopkins University etwa das erste positive Ergebnisse bei einer Studie über den Einsatz von Psilocybin als Unterstützung einer Psychotherapie zur Behandlung von Nikotinsucht erbracht.
Zu weiteren interessanten Ergebnissen ist auch die Medizinische Hochschule Hannover gekommen, welche derzeit untersucht, ob Bromo-LSD, eine nicht psychoaktive Form des Medikaments, zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen eingesetzt werden kann.¹

Und zu guter letzt wird sogar erwägt, im Irakkrieg traumatisierte Soldaten, Angst- und Schmerzpatienten testweise mit LSD behandeln zu lassen. Studien dazu sind in Planung.²

Das Fazit: Kontrolliert angewendet, könnte LSD ein sicheres und kostengünstiges Medikament sein.¹

Quelle:

Das Mutterkorn im Zusammenhang mit der Hexenverfolgung

Abb. 1: Hexenverbrennung
Ist es möglich eine Verbindung zwischen den Hexenverfolgungen und dem Mutterkorn zu finden? Durch die Nachforschungen der Wissenschaftlerin  Mary Matossian hat sich ergeben, dass die Hauptregionen der europäischen Roggenproduktion mit den Zentren der Hexenverfolgung, im Voralpenland, dem gesamten Rheintal, in Ostfrankreich, England und Nordspanien zusammenfallen. In Gegenden, wo die Ernährung nur auf Weizen und Hirse aufgebaut war (also nicht auf Roggen), wie zum Beispiel in Südspanien,Süditalien oder Schweden, fanden Hexenverfolgungen seltener statt. Zu behaupten, dass der Mutterkorn einzig und allein für die Hexenverfolgungen verantwortlich war, ist sozial-geschichtlich gesehen nicht zu verantworten. Durchaus wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Mutterkornpilz für viele Fälle von scheinbarer Verhexung von einzelnen Menschen, auch ganzen Gemeinschaften, verantwortlich war.¹

Quelle: 


¹ http://www.berliner-zeitung.de/archiv/fuer-die-massenhysterie-der-hexenverfolgungen-gibt-es-eine-eigenwillige-theorie-die-unsichtbare-hand,10810590,9909382.html(13.3.12)


Abbildungen: 

Abb. 1: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/verbrechen/hexenverfolgung/index.jsp(13.3.12)


   




 

Dr. Albert Hofmann: Interview zum 100. Geburtstag

Donnerstag, 1. März 2012

Verschiede Möglichkeiten LSD einzunehmen

Abbildung 1: Formen von LSD
LSD kann in vielen verschiedenen Arten eingenommen werden. Am häufigsten wird es auf Papierstücke aufgebracht; die sogenannten Tickets, Pappen oder Trips werden gelutscht oder geschluckt. Wird z.B. 100 Mikrogramm LSD auf ein ein Zuckerwürfel, Gelantine, Löschpapier geträufelt und eingenommen, beginnt der Rauschzustand nach etwa 45 Minuten und hält acht bis zwölf Stunden an. Das LSD mithilfe von Abziehklebebildern über die Haut aufgenommen werden kann, ist ein Mythos.

















Quellen:



Abbildungen:

Abbildung 1: Formen von LSD; http://www.bads.de/Drogen/lsd.htm(01.03.2012)

"Biologische" Ansätze zur Wirkung von LSD und "Bad-Trips"

Gewisse Rezeptoren im Gehirn docken an die Wunderdroge LSD an, welche auch auf die Botenstoffe Serotonin und Dopamin* 
*Dopamin ist ein zur Gruppe der Katecholamine gehöriger NeurotransmitterIm Volksmund gilt es als Glückshormon. Es steuert so emotionale sowie geistige Reaktionen.¹
Abb. 1: Realitätsverlust durch LSD
Die obengennante Reizflut kann bei Einnahme von LSD in negativer Stimmung den Konsumenten in ein grosses Übel stürzen. Diese "Bad Trips" versetzen den Betroffenen in Panik und paranoide Vorstellungen. Deswegen der LSD-Rausch von Psychiatern auch als "Modellpsychose" bezeichnet. Jedoch sind solche"Dramatische Entgleisungen" kaum noch anzutreffen. Bei der Berichterstattung  über fatale Nebenwirkungen der Trips, welche kaum von medizinischen Befunden gestützt waren, hatte meistens eher die Drogenpolitik der 60er- und 70er-Jahre schuld. 


Es konnte bei sogenannte Realitätsverlusten sogar dazu führen,  dass sich im Rauschzustand befindende Menschen glaubten fliegen zu können und sich deswegen aus dem Fenster stürzten. Jedoch sollte man nicht vergessen zu erwähnen, dass der einzige dokumentierte Todesfall durch LSD möglicherweise ein getarnter Mord war.


Im Gegensatz dazu ist aber ist das Auftreten jener Erscheinung, dass einige LSD-Konsumenten in eine dauerhafte Psychose glitten, keinem Lügenmärchen entsprungen. 1971 publizierte der britische Mediziner Nicolas Malleson eine Studie, wonach drei von 1000 Nutzern für längere Zeit oder dauerhaft psychotisch werden. Das liegt vermutlich daran, dass jene  Patienten eine erbliche Veranlagung für eine Psychose haben.¹




Quellen:


¹http://de.wikipedia.org/wiki/Dopamin(1.3.12)
²http://www.welt.de/kultur/article1896458/Medizinische_Wiederkehr_einer_Modedroge.html (1.3.12)
    
Abbildungen: 


Abb. 1: http://www.frankolsonproject.org/Articles/PsychologyToday.html(1.3.12)



Albert Hofman; damals und heute

Abb 1: Albert Hofmann mit dem LSD-Molekül, ca. 1950 
  Abb. 2: Albert Hofmann ca. 50 Jahre später