Mittwoch, 29. Februar 2012

LSD in den 60er Jahren





Besonders in der tiefenpsychologischen Forschung erregte LSD grosse Aufmerksamkeit. Patienten wurden mit LSD behandelt, und tatsächlich zeigten sich besonders in den schwereren Krankheitsfällen grosse therapeutische Fortschritte im vergleich mit den gebräuchlichen Methoden.¹

Flyer eines Acid-Test (1966)
Für die Forschung fanden immer wieder LSD-Experimente statt. Der Schriftsteller und Aktions-künstler Ken Kesey meldete sich freiwillig für ein solches Experiment. Er war der Ansicht, dass LSD durch Bewusstseinsveränderung die Persönlichkeit von Menschen und damit die Gesellschaft positiv verändern könne. Aufgrund seiner Überzeugung, gründete er eine Hippie-Gruppe, die Merry Pranksters, welche mit einem bunt bemalten Schulbus, dem FURTHER durch die USA fuhren und sogenannte Acid-Tests veranstalteten. An diesen Acid-Test wurde LSD an das Publikum verteilt und zahlreiche Bands traten auf. Die Merry Panksters gelten deshalb als Vorreiter der San Francisco Hippies.¹


Hippies idealisierten die gewaltfreie Anarchie, setzten sich für die Umwelt ein und lehnten den westlichen Materialismus ab. Sie bildeten eine politisch, direkte, anti-kriegerische und künstlerische Gegenkultur in Nordamerika und Europa. Die spirituellen Erfahrungen durch LSD-Trips beeinflusste die Hippie-Bewegung in den 60er Jahren erheblich. Ausserdem gingen sie in die Kultur, Musik, Philosophie und Politik ein.²

1966 wurde LSD in der USA, später auch in Europa verboten. Die nachgefragte Menge von LSD im Drogenhandel ist wegen des geringen Abhängigkeitspotentials vergleichsweise mit härteren Drogen wie Heroin oder Kokain sehr gering, da wenig Konsumenten bereit sind hohe Preise zu Bezahlen. Ausserdem ist die Toleranzbildung von LSD sehr stark. In den 1980er Jahren, war es sogar eine beliebte Partydroge.³




Quellen:


¹ http://webinfo24.org/LSD.htm (29.02.2012)
² http://www.protest-anpassung-1968.de/hippies.htm (29.02.2012)
³ http://de.wikipedia.org/wiki/LSD (29.02.2012)


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